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Die Landsmannschaft Westpreußen begeht in diesem Jahr ihr 60jähriges Bestehen – und mit ihr unsere Zeitung DER WESTPREUSSE. Nur wenige Jahre nach Kriegsende, nach Flucht und Vertreibung, galt es, die heimatlos gewordenen Westpreußen ab dem Jahre 1949 in einer landsmannschaftlichen Gemeinschaft zu erfassen, zusammenzuführen und zu betreuen.
Als verbindendes Band zu allen entwurzelten, in der Zerstreuung lebenden Landsleuten wurde von den Gründungsvätern der Landsmannschaft die Herausgabe einer heimatbezogenen Zeitung von Anfang an für sehr notwendig erachtet und beschlossen. So erschien die erste Ausgabe dieser neugegründeten Zeitung unter dem Titel DER WESTPREUSSE dann auch bereits unmittelbar nach Gründung der Landsmannschaft im Juni desselben Jahres 1949 – das ist nun sechzig Jahre her.
Damals wie heute erfüllt die Zeitung den umfassenden Auftrag, über das Land am Unterlauf der Weichsel und seine Menschen, über die mehr als 700 Jahre währende Geschichte und Kultur der Deutschen in diesem Land zu informieren. Zugleich hat sie aber auch über die gegenwartsbezogenen, jeweils aktuellen Entwicklungen in der „alten“ und in der „neuen“ Heimat zu berichten. Die Zeitung DER WESTPREUSSE stellt seit ihrer Gründung außerdem die wichtige öffentliche Plattform dar für die Darstellung der heimatpolitischen und der sozialen Anliegen der Westpreußen. Unter der Rubrik „Aus der landsmannschaftlichen Arbeit“ erscheinen schließlich seit je Beiträge, die die Vielfalt der Arbeit der Landsmannschaft mit ihren Heimatkreisen, Landesgruppen und kulturellen Vereinigungen öffentlichkeitswirksam wiedergeben.
Alle sechzig Jahrgänge unserer Zeitung sind in ihrer Gesamtheit ein großartiges Lesewerk über unsere Heimat Westpreußen. Sie spiegeln die Geschichte unserer Landsmannschaft von ihren Anfängen bis heute wider, eingebunden darin die gesamtstaatliche Entwicklung Deutschlands von der Teilung über die Einheit des deutschen Volkes bis hin zur europäischen Integration. Ein Blättern und Nachlesen in alten Zeitungsausgaben ist anregend und durchaus informativ. Es gleicht dem Lesen in einem umfangreichen Geschichtswerk.
Eine „Zeitung“ berichtet über „die Zeit“ – sie unterliegt aber auch dem Wandel der Zeit. Zu Beginn dieses Jahres 2009 wurde die zuvor eigenständige Zeitung des Bundes der Danziger mit unserer Zeitung zusammengeführt. Unter dem neuen Titel DER WESTPREUSSE – UNSER DANZIG ist sie nun zum zentralen Informationsmedium für alle Westpreußen geworden – die Danziger aus der einstigen Provinzhauptstadt Westpreußens sind willkommen und nunmehr in den großen Leserkreis einbezogen. Unsere Zeitung geht auch „mit der Zeit“. Auszüge aus DER WESTPREUSSE – UNSER DANZIG sind unter www.westpreussen-online.de im world wide web im wörtlichen Sinne „weltweit“ über das Internet zugänglich und daher „in der ganzen Welt“ zu lesen.
Sechzig Jahre Zeitung DER WESTPREUSSE, nun DER WESTPREUSSE – UNSER DANZIG, dürfen Anlass sein zum Rückblick auf erfolgreich Geleistetes, sollen auch Anlass sein zum Dank an all’ die Mitarbeiter in Redaktion und Vertrieb, die zum guten Gelingen der Zeitung Monat für Monat, Jahr für Jahr, beigetragen haben. Sie sollen des Weiteren aber auch Anlass sein zum Dank an Sie, an die große Leserschaft, die unserer Zeitung über all’ die Zeiten treu verbunden gewesen ist.
Mögen Sie, verehrte Leser, unserer Zeitung - und damit unserer Heimat Westpreußen – auch weiterhin verbunden bleiben. Möge unsere Zeitung DER WESTPREUSE – UNSER DANZIG auch in Zukunft Brücke zur Heimat sein. Möge sie auch weiterhin Bindeglied bleiben zwischen allen westpreußischen Landsleuten und allen Menschen, die dem Land am Unterlauf der Weichsel nahe stehen..
Siegfried Sieg Bundesvorsitzender
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