|
Emil von Behring Arzt, Bakteriologe 1901 erster Nobelpreis für Medizin. Emil Adolf Behring wird am 15. März 1854 in Hansdorf im Kreis Rosenberg geboren. Er ist das fünfte von zwölf Kindern eines Dorfschullehrers. Die Vorfahren waren schon seit den Zeiten Friedrichs des Großen als Lehrer in Westpreußen tätig gewesen. Seinen ersten Schulunterricht erhält er vom Vater, später besucht er die Stadtschule in Deutsch-Eylau und das Gymnasium in Hohenstein/Ostpreußen, wo er 1874 sein Abitur besteht. Anschließend geht der junge Behring als Stipendiat nach Berlin, wo er ein Medizinstudium aufnimmt. Als Militärarzt durchläuft er nach 1878 auch mehrere Stationen im Osten Preußens, bis er sich ab 1889 am Hygienischen Institut der Universität Berlin der Bakteriologie zuwendet und nach den Ursachen der Diphtherie und des Wundstarrkrampfs forscht. Bis 1894 macht er gemeinsam mit Kollegen die Entdeckungen, die zur Begründung der Serumtherapie führen - die seitdem mögliche Schutzimpfung gegen die Diphtherie rettete vielen Kindern das Leben. Durch sein Tetanusserum werden im Ersten Weltkrieg viele Soldaten vor dem Wundstarrkrampf bewahrt. Von 1895 an lebt und arbeitet Behring in Marburg/Lahn, wo er 1904 die Behringwerke gründet. Für seine Verdienste erhielt Emil von Behring weltweit hohe Anerkennung und Auszeichnungen - zu nennen sind hier nur die Erhebung in den erblichen Adelsstand und die Verleihung des ersten Nobelpreises für Medizin im Jahre 1901.
|
|
|
|
Walther Nernst Physiker und Chemiker 1920 Nobelpreis für Chemie Walther Nernst wird am 25. Juni 1864 in Briesen geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Graudenz studiert er Physik, Chemie und Mathematik in Zürich, Berlin, Graz und Würzburg, wo er 1887 “über die Einwirkung des Magnetismus auf strömende Elektricität und Wärme” promoviert. Anschließend wechselt er als Assistent für Physik an die Universität Leipzig, wo er sich 1889 mit einer Arbeit über “Die elektromotorische Wirksamkeit der Ionen” habilitiert. Seine Karriere als Hochschullehrer für physikalische Chemie beginnt 1891 in Göttingen. Aus seiner Ehe mit Emma Lohmeyer gehen fünf Kinder hervor – seine beiden Söhne fallen im Ersten Weltkrieg. Nernst gilt als Begründer der modernen physikalischen Chemie und arbeitete bahnbrechend auf dem Gebiet der Elektro- und Wärmechemie- unter anderem erfindet er 1897 die Nernst-Lampe (eine Vorläuferin der modernen Glühbirne). Seine größte Entdeckung ist 1906 das Nernstsche Wärmetheorem, besser bekannt als der 3. Hauptsatz für Thermodynamik. Als Anerkennung für seine thermochemischen Arbeiten erhält er 1920 der Nobelpreis für Chemie. Nernst sorgt auch dafür, dass neben anderen Max Planck und Albert Einstein nach Berlin kommen. Seine Universitätslaufbahn unterbricht er von 1922 bis 1924, als er Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin wird. Nach seiner Emeritierung 1933 zieht Nernst sich auf sein Gut Oberzibelle bei Muskau/Oberlausitz zurück, wo er am 18. November 1941 stirbt.
|
|
Günter Grass Schriftsteller, Bildhauer, Grafiker 1999 Nobelpreis für Literatur. Autor der Danziger Trilogie: „Die Blechtrommel“ (1959), „Katz und Maus“ (1961), „Hundejahre“ (1963). „Das Treffen in Telgte“ (1979), „Im Krebsgang“ (2002) 1927 Danzig
|

|
|
|
Daniel Nikolaus Chodowiecki Maler, Radierer Direktor der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin (1797 – 1801) Autor des „Tagebuches einer Reise von Berlin nach Danzig“ mit 108 Illustrationen, die zum kunsthistorisch wertvollsten zählen, was im 18. Jahrhundert in Deutschland entstand. 1726 Danzig – 1801 Berlin
|
|
Nicolaus Copernicus Astronom, Jurist, Arzt, Domherr Begründer des „Copernicanischen Weltsystems“. Sein heliozentrisches Planetensystem stellte eine grundlegende Veränderung der Weltsicht dar 1473 Thorn – 1543 Frauenburg
|

|
|
|
Johannes Hevelius Astronom, Bierbrauer, Ratsherr Einer der bedeutendsten Astronomen des 17. Jhs. Erfinder der Pendeluhr 1611 Danzig – 1687 Danzig
|
|
Klaus Kinski Bühnen- und Filmschauspieler Spielte u.a. in Edgar Wallace-Verfilmungen und Filmen von Werner Herzog: „Fitzcarraldo“ (1982), „Cobra Verde“ (1987) 1926 Zoppot – 1991 Lagunitas (Calif./USA)
|

|
|
|
Hermann Löns Dichter, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Journalist Seine Heide- und Liebeslyrik entstand aus der Bindung an die westpreußische und norddeutsche Heidelandschaft, ihre Bewohner und Tierwelt 1866 Kulm – 1914 bei Reims
|
|
Dorothea von Montau Reklusin, Mystikerin, Heilige Patronin von Alt-Preußen und Deutschem Orden 1347 Groß Montau bei Marienburg – 1394 Marienwerder
|

|
|
|
Andreas Schlüter Bildhauer und Baumeister Autor des Reiterdenkmals des Großen Kurfürsten vor dem Schloß Charlottenburg, der größten barocken Reiterskulptur. Seit 1698 Bauleiter des Berliner Schlosses Um 1660 Danzig – 1714 Sankt Petersburg
|
|
Arthur Schopenhauer Philosoph Schloss mit seiner von stilistischer Brillanz gekennzeichneten Philosophie die Bewegung des deutschen Idealismus ab und ist zugleich ein Hauptvertreter des Pessimismus Sein Hauptwerk: „Die Welt als Wille und Vorstellung“, 2 Bde. 1819 und 1844. 1788 Danzig – 1860 Frankfurt/Main
|
|
|
|
Kurt Schumacher Rechts- und Staatswissenschaftler. Sozialdemokrat, Reichstags- und Bundestagsabgeordneter Begründer und erster Vorsitzender der SPD nach 1945 Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag 1949 – 1952 1895 Kulm – 1952 Bonn
|