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Vor sechzig Jahren, im Juni 1949, erschien die erste Ausgabe unserer Zeitung Der Westpreuße. Das bedeutet sechzig Jahre umfassende Berichterstattung über Westpreußen, das Land an der unteren Weichsel, über seine Menschen, seine Geschichte und Kultur.
Die Zeiten haben sich geändert – das spiegelt sich auch im Profil einer Zeitung wider. Im „Jubiläumsjahr 2009“ der Zeitung hat nun, beginnend mit dieser ersten Ausgabe, die Titelseite unserer Zeitung ein neues „Gesicht“ erhalten. Unser Danzig wurde als Unterzeile in den Zeitungstitel aufgenommen, neben dem Westpreußen-Wappen erscheint nun auch das Danziger Wappen im Zeitungskopf. Damit soll, neben den inhaltlichen Erweiterungen zugunsten Danziger Themen und Beiträge, auch im äußeren Erscheinungsbild der Zeitung die neue Zielsetzung zum Ausdruck kommen, breites Informationsmedium für alle Westpreußen zu sein. Der Akzent liegt dabei auf den Worten „alle Westpreußen“ – die Danziger sind darin mit allen an Danzig-Westpreußen interessierten Mitbürgern ausdrücklich einbezogen und als Leser herzlich willkommen.
Nachdem der Bund der Danziger sich entschieden hatte, die Herausgabe der Zeitung Unser Danzig zum Ende des Jahres 2008 aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen, ist in Gesprächen mit der Landsmannschaft Westpreußen einvernehmlich vereinbart worden, die Danziger Zeitung in Der Westpreuße überzuleiten. Mit der nun zusammengeführten Zeitung Der Westpreuße/Unser Danzig soll auch in Zukunft die Berichterstattung über Danzig, die einstige Provinzhauptstadt Westpreußens, weitergeführt werden und somit gewährleistet bleiben.
Ein Wort sei noch ergänzend hinzugefügt. Danzig verbindet mit Westpreußen eine wechselseitig geprägte, über Jahrhunderte währende geschichtlich-kulturelle Vergangenheit. Danzig war bis zu der durch den Versailler Vertrag bedingten, einschneidenden Zäsur in der Landesgeschichte nicht nur die Provinzhauptstadt, sondern auch die kulturelle Metropole und das wirtschaftliche Zentrum des Landes am Unterlauf der Weichsel. Zwischen dem Bund der Danziger und der Landsmannschaft Westpreußen bestehen enge Bindungen und gleiche Zielsetzungen in der landsmannschaftlichen Arbeit. Die Herausgabe der „neuen Zeitung“ Der Westpreuße/Unser Danzig soll auch im Kontext dieser dargestellten geschichtlichen und landsmannschaftlichen Bezüge stehen.
Mit dieser Januar-Ausgabe liegt nun den bisherigen Abonnenten von Unser Danzig erstmals Der Westpreuße in der neuen, der erweiterten Fassung vor. Ich hoffe sehr, dass die Zeitung mit ihren Inhalten und in ihrer Gestaltung Interesse und Akzeptanz unter den Danziger Lesern finden wird und sie dann auch veranlassen kann, das Angebot eines Abonnements von Der Westpreuße/Unser Danzig anzunehmen und abzusenden (ein entsprechender Bestellvordruck war in der November- und in der Dezember-Ausgabe 2008 von Unser Danzig abgedruckt).
Die Redaktion der Zeitung Der Westpreuße/Unser Danzig wird bemüht sein, den unterschiedlichen Leserinteressen und -erwartungen möglichst gerecht zu werden. Ich lade alle Leser ausdrücklich zum Dialog ein. Über Leserreaktionen, Zuschriften, Beiträge, Leserbriefe würden wir uns freuen. Abschließend wünsche ich allen Lesern ein gutes, ein erfolgreiches neues Jahr 2009. Möge unsere Zeitung eine Brücke zum Land am Unterlauf der Weichsel sein und auch die innere Verbundenheit zu Danzig-Westpreußen stärken!
Siegfried Sieg Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Westpeußen
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