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Arbeit in den Gremien
Nach vorbereitenden Sitzungen des Vorstands kam am Freitag um 14.30 Uhr die Bundesversammlung der Landsmannschaft Westpreußen zusammen, ihr höchstes Beschlussorgan. Siegfried Sieg eröffnete als Bundesvorsitzender die Versammlung. Er konnte drei neue Heimatkreisvertreter in den Reihen der Bundesversammlung begrüßen, von denen aber nur die HKV Bromberg-Stadt, Ilma Samel, anwesend sein konnte. Aber auch Bromberg-Land hat mit Jürgen Rottmann, der schon einige Zeit kommissarisch die Geschäfte führte, einen neuen HKV und ebenso der Kreis Thorn mit Michael Sodtke.
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Mitglieder der Bundesversammlung im Ausschusszimmer des Landeshauses. Foto: HJK
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Der Bundesvorsitzende ging in seinem Bericht u.a. auf das Interesse der Öffentlichkeit an den Themen Flucht und Vertreibung ein, das sich in Fernsehfilmen wie “Die Flucht” oder in der andauernden Debatte um das Zentrum gegen Vertreibungen äußert. Er berichtete weiter über die Arbeit im BdV, über die Zusammenkunft mit dem Vertreter der vertriebenen Istrier und über die Überlegungen zur zukünftigen Arbeit in der Landsmannschaft, die unter sinkenden Mitgliederzahlen und damit geringeren Einnahmen leidet. Er stellte verschiedene mögliche Maßnahmen vor, über die noch weiter beraten werden muss, bevor Beschlüsse erfolgen können. Er berichtete darüber hinaus über die Situation des Westpreußischen Landesmuseums, das dringend eine Erweiterung benötigt. Auch hier müssen zur Zeit noch verschiedene Möglichkeiten abgeklärt werden.
Dr. Martin Steinkühler vom Westpreußischen Landesmuseum hielt während der
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Dr. Martin Steinkühler vom Westpreußischen Landesmuseum sprach vor der Bundesversammlung über die Zukunft der Heimatstuben. Foto: Barbara Kämpfert
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Bundesversammlung einen Vortrag über die Zukunft der Heimatstuben und Heimatsammlungen. Dabei erörterte er Vorschläge, wie die Sammlungen zu sichern seien, die seit den 1960er Jahren in der Bundesrepublik entstanden sind. Da sie sich alle nach Größe, Art der Sammlung und Art der Unterbringung unterscheiden, wird ein einheitliches Lösungsmodell aber nicht zu finden sein. Individuelle Lösungen sind notwendig.
Weitere Berichte zur Vorstandsarbeit gaben Schatzmeister Armin Fenske, Stellvertretender Bundesvorsitzender Hans-Jürgen Schuch zur Situation der deutschen Minderheit, Kulturreferent Reinhard M. W. Hanke und Frauenreferentin Heidrun Ratza-Potrykus.
In Arbeitsgruppen erörterten die Vertreter der Landesgruppen und Heimatkreise ihre jeweilige Situation, außerdem entsandten sie Vertreter in den Wahlausschuss, der die Wahlen zum Bundesvorstand vorbereitete und einen Wahlvorschlag in die Bundesversammlung einbrachte. Unter der bewährten Leitung von Alfred Dreher, Heimatkreisvertreter des Kreises Zempelburg, fanden danach die Bundesvorstandswahlen statt.
Neuer Bundesvorstand
In seinem Amt bestätigt wurde der Bundesvorsitzende
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Westpreußen-Kongress im Landeshaus zu Münster. Foto: Barbara Kaempfert
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Siegfried Sieg, der bereits seit acht Jahren an der Spitze der Landsmannschaft Westpreußen steht. Wiedergewählt wurden auch die beiden Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Hans-Jürgen Kämpfert und Hans-Jürgen Schuch. Ebenso wurde Schatzmeister Armin Fenske in seinem Amt bestätigt wie auch Bundeskulturreferent Reinhard M. W. Hanke und Bundesfrauenreferentin Heidrun Ratza-Potrykus.
Eine Änderung gab es bei den Beisitzern, da der lange Jahre im Amt gewesene Egon Seehawer aus Altersgründen nicht wieder kandidierte. An seiner Stelle wurde Gisela Borchers, die die Oldenburger Frauengruppe der Ost- und Westpreußen leitet, als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt. Sie stammt aus dem Kreis Berent und sorgt für Zusammenstellung, Fertigung und Versand des “Berenter Kreisboten”. Wiedergewählt wurden Beisitzerin Waltraud von Schaewen-Scheffler, Kassel, und Beisitzer Martin Stender, Bonn.
Abschied
Bundesvorsitzender Siegfried Sieg verabschiedete Egon Seehawer mit einem Buchgeschenk aus den Reihen des Vorstands und dankte ihm dabei für seinen jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz.
Ehrungen
Unmittelbar vor Beginn des Westpreußen-Kongresses
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Bundesvorsitzender Siegfried Sieg (2. v. l.) überreichte das Ehrenzeichen an Reinhard Beierling (und Hartmut Borkmann), dieWestpreußen-Medaille an Waltraud v.Schaewen-Scheffler und Alfred Dreher. Foto: Barbara Kämpfert
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am Samstagmorgen ehrte der Bundesvorsitzende außerdem vier verdiente Westpreußen. Reinhard Beierling (Torgau/Sachsen) und Hartmut Borkmann (Ziesar/Brandenburg) - der wegen Krankheit nicht anwesend sein konnte - erhielten das Ehrenzeichen der Landsmannschaft Westpreußen, weil sie sich seit der politischen Wende tatkräftig dafür einsetzen, Geschichte und Kultur des Weichsellandes besonders in Deutschlands Mitte wieder in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Zu Zeiten der DDR waren Aktivitäten der Heimatvertriebenen verboten, Rücksichtnahme auf das sozialistische Brudervolk und deren Regierung in Polen und in der Sowjetunion gingen vor. Alfred Dreher (Berlin) und Waltraud von Schaewen-Scheffler (Kassel) erhielten für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz die Westpreußen-Medaille. Der Zempelburger Heimatkreisvertreter Dreher war außerdem u.a. viele Jahre Mitglied im Bundesvorstand und ist stellvertretender Landesobmann in Berlin. Die hessische Landesobfrau der Westpreußen v. Schaewen-Scheffler ist u.a. seit mehreren Jahren Beisitzerin im Bundesvorstand, zweite Vorsitzende der LOW Hessen und Vorstandsmitglied der Kreisgruppe Kassel.
Über die sich direkt anschließenden Vorträge des Westpreußen-Kongresses werden wir in der nächsten Ausgabe gesondert berichten.
Barbara Kämpfert
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